"Ein Drittel kann keine Auskunft geben"
Der Erstkontakt zwischen Kanzlei und potenziellen Mandanten ist häufig entscheidend. Ein Umfrage zeigt aber, dass es einige Kanzleien gibt, die bei der Erstanfrage keine qualifizierte Auskunft geben können.
November 2006:
Steuerkanzleien präsentieren sich ihren Mandanten zwar zunehmend mit einem eigenen Internet-Auftritt. Allerdings verfügt kaum eine Kanzlei über ein schlüssiges Marketingkonzept, sondern setzt lediglich auf einzelne Instrumente.
Auch sind in vielen Kanzleien die Mitarbeiter nicht in der Lage, potenziellen Klienten am Telefon einfachste Fragen zu beantworten. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Nürnberger Agentur für Kanzleimarketing, Gross, durchgeführt hat.
Laut Untersuchung ist noch immer knapp die Hälfte (43 Prozent) der Kanzleien weder im Web mit einer eigenen Seite präsent noch greift sie auf eine Kanzleibroschüre zurück.
Erfreulicher ist das Ergebnis was den Service bei einer Erstberatung betrifft: Bei der Hälfte aller Testanrufe wurde ein kostenfreies Gespräch angeboten. Allerdings fiel den Marketing-Experten auf, dass die Schere zwischen Kanzleien, die sich äußerst professionell geben, und Kanzleien, die sehr passiv und wenig kompetent auftreten, immer größer wird. So beantwortete über ein Drittel der Kanzleien auf Anhieb und sehr freundlich alle Fragen des potenziellen Mandanten. Allerdings gab es ebenso viele Kanzleien, bei denen die ersten Ansprechpartner zwar auch durchaus freundlich waren, aber keinerlei Auskünfte geben konnten.
Für die Studie befragte Gross Marketing verdeckt insgesamt 60 Steuerkanzleien aus dem Raum Nürnberg, Würzburg und Frankfurt. Die Ergebnisse stehen allen Interessierten hier als kostenloser Download zur Verfügung.
Ausgabe 11/2006
